So lassen es die Deutschen an Silvester krachen

So lassen es die Deutschen an Silvester krachen

21.12.2017

Schon seit über 100 Jahren ist es hierzulande Tradition, das neue Jahr mit farbenfrohem Knallen zu begrüßen: Feuerwerke sind bei vielen Menschen so beliebt, dass sie vor Silvester einiges an Geld investieren, um ein möglichst spektakuläres Ergebnis an den Nachthimmel zu zaubern.

Dabei dürfen die besonderen Silvesterkracher („Kategorie F2“)  erst ab dem 28. Dezember verkauft werden. Und auch das nur an Volljährige. Die Auswahl reicht von kleineren Krachern über familienfreundliche Komplettpackungen bis hin zu aufwendigen – und zum Teil auch gefährlichen – sogenannten China- oder Polen-Böllern. Kleinere Böller kann man das ganze Jahr durch kaufen und das auch schon ab einem Alter von zwölf Jahren. 

Aller Kritik von Umweltschützern zum Trotz gehen die Umsätze fürs Feuerwerk seit Jahren nach oben. Laut dem Verband der pyrotechnischen Industrie gaben die Deutschen 2013/2014 noch 124 Millionen Euro für den Knaller-Spaß aus. Dieses Jahr sollen es bereits rund 10 Prozent mehr sein, nämlich 137 Millionen Euro. 

Feuerwerks-Batterien sind mittlerweile am beliebtesten

Auch wenn es gefühlt (vor allem akustisch) anders ist: Nur ein Bruchteil der gezündeten Feuerwerkskörper sind dabei die gefürchteten Knaller – die oft pauschal als „China-Böller“ laufen. Gerade mal vier Prozent des Umsatzes machen diese aus. Zweite Überraschung: Auch Raketen sind nicht die großen Umsatztreiber – auf sie entfallen nur 20 Prozent der Ausgaben. Das meiste Geld (50 Prozent des gesamten Umsatzes) macht der Handel mit Feuerwerks-Batterien aus, die teilweise minutenlang Lichter in den Himmel schießen.

Und natürlich will das neue Jahr beim „Böllern“ auch angemessen begossen werden. Gut zu wissen, dass die Preise für Sekt, Prosecco und Champagner seit Jahren sehr konstant sind: Gegenüber 2011 sind sie nur um rund vier Prozent gestiegen – das ist sogar weniger als der Anstieg des Verbraucherpreisindexes. Einen finanziellen Wermutstropfen gibt es allerdings, hat das Statistische Bundesamt errechnet: Der Rollmops für das Katerfrühstück kostet heute fast 13 Prozent mehr als noch vor 6 Jahren. Na dann: Prosit, Neujahr!

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