23. Januar 2013

Bankenverband zur gemeinsamen Erklärung des deutsch-französischen Ministerrats zu den Liikanen-Vorschlägen

Der deutsch-französische Ministerrat hat gestern in einer gemeinsame Erklärung mitgeteilt, den Vorschlägen der Liikanen-Gruppe folgen zu wollen, um die mit "spekulativen Tätigkeiten verbundenen Risiken zu mindern, die Finanzstabilität zu bewahren und die Wirtschaft effizient zu finanzieren". Dazu erklärte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes:

"Alleingänge helfen nicht, das Finanzsystem insgesamt stabiler zu machen. Das gilt für die Finanztransaktionssteuer ebenso wie für den aktuellen Beschluss des deutsch-franz. Ministerrates, den Liikanen-Vorschlägen zu folgen. Es wird nicht möglich sein, Teile des Bankgeschäftes abzuspalten, ohne das Universalbankensystem in Deutschland und Europa zu beschädigen. Gerade in Deutschland ist das Modell der Hausbank, die als Universalbank ihren Kunden alle wesentlichen Bankdienstleistungen aus einer Hand anbietet, seit langem erfolgreich. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft zieht ihre Stärke auch aus diesem Universalbankenmodell. Deshalb haben sich die neun Spitzenverbände der Real- und Kreditwirtschaft in einer gemeinsamen Erklärung einstimmig zum Erhalt des Universalbankensystems bekannt. Durch das Universalbanksystem können die Unternehmen über ihre Hausbank kostengünstig Absicherungsgeschäfte gegen Währungs-, Zins und Rohstoffrisiken abschließen. Statt Banken aufzuspalten, ist eine global koordinierte Regulierung der beste Weg, das Finanzsystem stabiler zu machen."

Pressekontakt:
Lars Hofer
Pressesprecher
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1210
Telefax: +49 30 1663-1272
lars.hofer@bdb.de
www.bankenverband.de/presse

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