30. Januar 2013

Deutsche Kreditwirtschaft: SEPA-Umstellung jetzt angehen: Unternehmen, Verwaltungen und Vereine haben nur noch ein Jahr Zeit

In genau einem Jahr, am 1. Februar 2014, wird mit SEPA (Single Euro Payments Area - einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum) der bargeldlose Zahlungsverkehr in der EU vereinheitlicht. Auch in Deutschland ändert sich dann einiges. Die nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren werden aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zu diesem Zeitpunkt eingestellt. Es gelten dann europaweit einheitliche Verfahren, unabhängig davon, ob sie innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend ausgeführt werden.

Die Deutsche Kreditwirtschaft weist darauf hin, dass Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und auch Vereine bis zu diesem Stichtag ihre Zahlungsverkehrsanwendungen und Buchhaltungssysteme SEPA-fit machen müssen. Je nach Nutzungsumfang, insbesondere von Lastschriften, kann dies mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden sein. Dafür steht nur noch ein Jahr zur Verfügung. Deshalb empfiehlt die Deutsche Kreditwirtschaft diesen Kundengruppen die Umstellung aktiv anzugehen. Banken und Sparkassen stellen hierfür vielfältige Informationsmöglichkeiten bereit und bieten ihren Kunden kompetente Unterstützung an.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich die Deutsche Kreditwirtschaft dafür eingesetzt, dass der Übergang zu den SEPA-Verfahren so leicht wie möglich ausgestaltet wird. So können Banken und Sparkassen ihren Privatkunden bis zum 1. Februar 2016 bei inländischen Überweisungen die Verwendung der bisher gebräuchlichen Kontonummer und Bankleitzahl, anstatt der zukünftig erforderlichen Internationalen Kontonummer IBAN, ermöglichen. Bereits seit 2008 informieren Banken und Sparkassen ihre Kunden über die mit SEPA verbundenen Neuerungen.

Mit SEPA wird der Euro-Zahlungsverkehr in 32 Ländern Europas vereinheitlicht. Dies umfasst die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen sowie Monaco und die Schweiz. Künftig wird nicht mehr zwischen Inlands- und Auslandszahlungsverkehr unterschieden. Mit SEPA ist eine Kontoverbindung europaweit ausreichend, um Überweisungen und Lastschriften in Euro national und grenzüberschreitend vornehmen zu können.

Aufgrund der politischen Dimension sowie der Tatsache, dass die Schaffung eines europäischen Binnenmarktes im Zahlungsverkehr ein politisch gewolltes Projekt ist, ist die Umstellung auf SEPA eine gemeinsame Aufgabe aller Akteure. Bei der Kommunikation der notwendigen Anpassungsarbeiten im Rahmen dieses Projekts setzt die Deutsche Kreditwirtschaft daher auch auf die breite Unterstützung durch Wirtschaft und Politik.


Ansprechpartner:

Stefan Marotzke
für Die Deutsche Kreditwirtschaft
Deutscher Sparkassen- und
Giroverband e. V.
Tel.: +49 30 20225-5110

Melanie Schmergal
Bundesverband der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V.
Tel.: +49 30 2021-1300

Dr. Kerstin Altendorf/Thomas Schlüter
Bundesverband deutscher Banken e. V.
Tel.: +49 30 1663-1250 / -1230

Dr. Stephan Rabe
Bundesverband Öffentlicher Banken
Deutschlands e. V.
Tel.: +49 30 8192-160

Dr. Helga Bender
Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.
Tel.: +49 30 20915-330

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