6. August 2013

Vorsorgen fürs Alter: So früh wie möglich

Die gesetzliche Rente reicht nicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass eine frühe private Vorsorge aufgrund des Zinseszinseffektes erhebliche Vorteile mit sich bringen kann.

Ein Beispiel: Zur Geburt des kleinen Georg wird ein Sparplan mit regelmäßigen Sparraten von 100 Euro monatlich abgeschlossen. Zunächst zahlen vielleicht die Großeltern, dann die Eltern, schließlich der erwachsene Georg. Die Wertentwicklung beträgt 3 Prozent pro Jahr. Im Alter von 60 Jahren hätte Georg dann ein Kapital von fast 200.000 Euro zusammen, einschließlich Zinsen und Zinseszinsen (Sparbeträge bis dahin insgesamt 72.000 Euro). Wird der Sparplan erst im Alter von 25 Jahren abgeschlossen, könnte Georg mit 60 Jahren (Spareinzahlungen insgesamt 42.000 Euro) dagegen nur über knapp 74.000 Euro verfügen. Beginnt der Sparplan im fortgeschrittenen Alter von 45 Jahren, ständen 15 Jahre später (Sparbeträge insgesamt 18.000 Euro) sogar nur 22.700 Euro zur Verfügung.

Noch stärker sind die Unterschiede bei einer höheren Rendite von beispielsweise 6 Prozent  jährlich und wiederum einer Sparrate von 100 Euro monatlich. Die Ergebnisse: Sparplan zur Geburt abgeschlossen, ergibt nach 60 Jahren ein Vermögen von 660.000 Euro. Sparbeginn mit 25 Jahren bedeutet mit 60 Jahren 138.000 Euro. Bei einem Sparbeginn mit 45 Jahren kommen bei Auszahlung mit 60 Jahren gerade noch 28.800 Euro zusammen.

Auch wenn die Beispiele die individuelle steuerliche Seite nicht berücksichtigen können, so wird doch deutlich, dass eine frühe finanzielle Vorsorge grundsätzlich vorteilhaft ist. Wichtig ist zudem eine attraktive Rendite. Zwar sind 6 Prozent mit sicheren Zinspapieren derzeit illusorisch, mit gut geführten Aktienfonds jedoch langfristig möglich. Deutsche Aktienfonds konnten in den vergangenen 35 Jahren sogar mit einer Wertentwicklung von im Schnitt über 7 Prozent jährlich aufwarten.

 

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